
IQNA: Diese Moschee am Stadtrand von Bagdad ist mehr als nur eine schiitische Kultstätte! Sie ist ein lebendiges Zeugnis der tiefgreifenden Verschmelzung islamischer und christlicher Lehren in den frühen islamischen Jahrhunderten. Zuverlässigen historischen Überlieferungen von Scheich Saduq und Scheich Tusi zufolge wurde diese Moschee aus Respekt vor dem heiligen Ort an der Stelle errichtet an der Imam Ali (Friede sei mit ihm) nach der Schlacht gegen die Kharijiten betete. An diesem Ort teilte ein christlicher Mönch dem Imam (Friede sei mit ihm) mit, dass dieses Land dasselbe Haus Marias (Friede sei mit ihr) und das Land Jesu (Friede sei mit ihm) sei, wie es in den heiligen Schriften verheißen wurde! Ein Ort, den der Imam selbst bestätigte, indem er die Quelle der Jungfrau Marias (Friede sei mit ihr) öffmete. (Quelle: Website der Baratha-Moschee)
Die Baratha-Moschee nahe Bagdad gilt seit jeher als eines der wichtigsten spirituellen Zentren im Irak. Ihre Bedeutung beruht nicht nur auf der historischen Anwesenheit der hunderttausend Mann starken Armee des Befehlshabers der Gläubigen Ali (Friede sei mit ihm) und seinem Gebet nach seiner Rückkehr aus dem Krieg gegen die Kharijiten, sondern auch auf ihrer tiefen Verbindung zu den historischen Wurzeln Jesu Christi (Friede sei mit ihm) und Jungfrau Maria (Friede sei mit ihr).
Einer Jabir ibn Abdullah Ansari zugeschriebenen Überlieferung zufolge kam nach einem gemeinsamen Gebet in Baratha, einem ehemaligen Kloster, ein christlicher Mönch von seinem Kloster herab. Angesichts der Größe des Heerführers erkundigte er sich nach der Identität des Imams (a). Er betonte seine Erkenntnisse in den heiligen Schriften und erklärte, dass dieser Ort eine besondere Bedeutung hat und er sein Kloster zu seinen Ehren errichtet.

Der Mönch wies ferner darauf hin dass dieser Ort Baratha, „das Haus Marias (Friede sei mit ihm) und das Land Jesu (Friede sei mit ihm)“ ist, wo frühere Propheten die Herabkunft des Nachfolgers des Propheten verhießen.
Nach diesem Gespräch schlug Imam Ali (a.s.) auf den Boden, wodurch die Quelle der Jungfrau Maria (a.) entsprang und befahl eine Stelle siebzehn Ellen tief auszuheben, bis ein weißer Stein zum Vorschein kam.
Der Imam (a.s.) betonte, dass Maria (a.) Jesus (a.s.) an dieser Stelle auf den Boden legte und betete. Anschließend betete der Imam (a.s.) auf demselben Felsen und verweilte dort vierzig Tage lang.

Die Baratha-Moschee, deren Geschichte von großer Bedeutung ist, wurde im Laufe der Zeit mehrfach renoviert. Durch die jüngsten Umbauten wurde ihre Fläche auf rund viertausend Quadratmeter erweitert. Mit ihren beiden heutigen Minaretten und dem Teakholzdach ist der Komplex ein Symbol für die Verschmelzung islamischer Architekturkunst mit dem Erhalt historischer Authentizität.
Die Baratha-Moschee wurde mehrmals renoviert. Die erste Renovierung fand im Jahr 1070 n. H. und die zweite im Jahr 1352 n.H. statt. Die Moschee besitzt zwei Minarette, die im Jahr 1375 n.H. errichtet wurden.
Diese Moschee beherbergt wissenschaftliche und kulturelle Zentren, Institutionen und eine Bibliothek, die in den 1960er Jahren gegründet wurde und derzeit mehr als 21.000 Bücher aus verschiedenen Fachgebieten umfasst.
Zu den wichtigsten Aufgaben dieser Moschee gehört die Ausrichtung religiöser Feierlichkeiten, der Geburtstags- und Trauerzeremonien der Imame (Friede sei mit ihnen). Auch die Zeremonie zur Mitte des Monats Sha'ban, die Tasu'a- und Ashura-Zeremonien Husseins, die Zeremonie der Nächte der Bestimmung im heiligen Monats Ramadan sowie Arbaeen-Prozessionen Husseins finden in dieser Moschee statt.

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